More servicesWindows Live
HomeHotmailSpacesOneCare
 
MSN
Sign in
 
 
Spaces home  Swiss Citizenship Dialog...PhotosProfileFriendsMore Tools Explore the Spaces community

Swiss Citizenship Dialogue

Microsoft Schweiz / Suisse / Svizzera / Svizra & Corporate Social Responsibility

Von trüben und klaren Wassern: Qualität überprüfen, bevor man ins Wasser springt!

Haben Sie schon mal überlegt, Ihre Meinung zur Sauberkeit des Wassers abzugeben, in dem Sie gerade baden? Oder sich Informationen zu holen, bevor Sie es tun?  image

Am in diesem Blog beschriebenen MGX-Treffen war ich an einer Präsentation, in der ein Projekt mit der EU vorgestellt wurde; auf www.eyeonearth.eu sollte man mit dem neuen WaterWatch die tatsächlich gemessene und von den Nutzern bewertete Wasserqualität in Europa nachprüfen können. Ich dachte, das würde noch eine Weile gehen - aber nein, die Seite wurde gerade eben öffentlich zugänglich gemacht.

image

Während die Schweiz, als nicht EU-Land, leider nur am Rande berücksichtigt ist, eignet sich die Seite sehr gut zur Ferienplanung im nahen Ausland. Letztes Wochenende war ich auf einer Hochzeit am Comer See und – WaterWatch sei Dank! – wusste ich, dass es keine gute Idee ist, in der Nähe von Como zu baden….

image

Das nächste Mal fahre ich an die Côte d’Azur – da ist alles grün. Und ich kann mir das Plätzchen sogar genauer anschauen.

image image

Water Watch stellt Daten der Europäischen Umweltagentur mit 21‘000 Messpunkten in Europa mit Hilfte der Virtual Earth Technologie auf dem Internet zur Verfügung.
So macht Baden Spass – und angesichts der gegenwärtig herrschenden Temperaturen ist das letztlich die bessere Alternative, als hinter dem Computer zu sitzen. Also: Ich bin jetzt offline – auf dem Weg zum See!

Links:
http://www.eyeonearth.eu
http://www.microsoft.com/environment.

Von den Tools zu Utensils - MS-Office Rumantsch

Die Office-Programme von Microsoft gibt es seit 2006 – neben Gälisch, Malayisch, Inuit, Kasachisch und über 80 weiteren Sprachen – auch auf Rätoromanisch.

Local Language Program/LLP von Microsoft
Die rätoromanische Lokalisierung von Office-Anwendungen erfolgte im Rahmen des “Local Language Program/LLP” von Microsoft, ein Programm, das zum Ziel hat, die MS-Software auch in kleineren Sprachen zur Verfügung zu stellen und somit einen Beitrag zu deren Anwendung und Erhaltung zu leisten. Im Auftrag des Kantons Graubünden als direkter Partner von MS führte die Lia Rumantscha, die Dachorganisation der rätoromanischen Sprach- und Kulturvereine, den linguistischen Teil des Lokalisierungsprogramms Rätoromanisch aus.
Anna-Alice Dazzi, Porträt - Projektleiterin Office Rumantsch bei der Lia RumantschIn knapp 6 Monaten übersetzte ein vierköpfiges Team von Linguisten der Lia Rumantscha total ca. 600’000 Wörter, erarbeitete die dazu nötige Fachterminologie sowie die sprachliche Basis für ein Orthographie-Korrekturprogramm und machte abschliessend auch verschiedene sprachliche Qualitätskontrollen (consistency checks) der romanischen Office Version.
Die grössten Herausforderungen des Projekt, denen wir uns stellen mussten, waren einerseits die dafür qualifizierten Fachkräfte in der gegebenen Zeit zur Verfügung zu haben und andererseits der grosse Umfang des zu übersetzenden Materials sowie die teilweise neu zu schaffende Computersprache. Es gab zeitweise rege Diskussionen zur, z.B. zur Frage, ob ein Begriff im Englischen belassen oder doch besser übersetzt werden sollte. Als Übersetzungsvorlagen dienten die englische, deutsche, italienische und französische Office-Versionen, wobei grundsätzlich von der englischen Originalversion ausgegangen wurde.

Schliesslich sind wir sehr pragmatisch vorgegangen und haben nur so viel im Englischen belassen, wie uns sinnvoll erschien. Allgemein gebräuchliche Begriffe wie “Computer”, “Internet”, “Online” oder “OK” wurden in der Originalsprache belassen. Andere wurden übersetzt, und so wurde etwa “link” zu “colliaziun”, “tools” zu “utensils” oder “save” zu “memorisar”.
Durch die Übersetzung wurden einzelne technische Begriffe gar verständlicher, weil sie im Rätoromanischen erklärend auftreten. So wurde z. B. aus dem für Laien unverständlichen “clipboard” ein allgemein verständlicheres “archiv provisoric”.

Hier das Video von der Lancierung von Office Rumantsch 2003 >>> :

 


Da wir Linguisten aber keine Computerfachleute sind, war es nicht immer einfach eine korrekte, dem genauen Kontext entsprechende Übersetzung zu liefern. Unser interner IT-Spezialist, der uns durch das Projekt begleitete, war denn auch immer wieder ein wichtiger Ansprechpartner für Fachbegriffe und technischen Support.

Selbstverständlich konnten wir jederzeit auch die Microsoft-Spezialisten um Unterstützung und Information angehen. Sie alle waren stets hilfsbereit und versuchten, unsere – für sie vielleicht zuweilen auch “exotischen” Fragen – umgehend zu beantworten. Da die im “Local Language Program” involvierten Personen von Microsoft in verschiedenen Ländern arbeiten, waren wir in Kontakt mit “Kollegen” in Bern, Dublin, Moskau und Redmond/USA. Diese internationale Zusammenarbeit war für uns sehr lehrreich und äusserst bereichernd.

Dank Microsoft verfügt nun also die Rätoromania ebenfalls über eine romanische Office-Version mit integriertem Orthographiekorrekturprogramm, einem so genannten Speller.
Vor allem der Speller ist für Personen, die romanische Texte verfassen wollen, eine grosse Hilfe und motiviert vermehrt auch Rätoromanisch zu schreiben. Aber auch die übrige Software ist ein wichtiger Beitrag zur Spracherhaltung. Die Benützung des Office Rumantsch fördert die Sprachkompetenz in einem heute wichtigen Anwendungsbereich der Sprache. Diese erhöht wiederum das Sprachbewusstsein und die Nützlichkeit der Sprache und sorgt dafür, dass das Rätoromanisch sich ständig entwickelt und aktuell bleibt, eine unabdingbare Voraussetzung zur Erhaltung der Sprache.

In den nächsten Wochen wird Microsoft darum mit dem Kanton Graubünden die Verträge unterzeichnen, um eine romanische Version von Windows Vista und Office 2007 Rumantsch in Angriff zu nehmen. Diese neue Version, bekannt als Captions for language Interface Pack (CLIP), wird in Form von so genannten Pop-ups oder Sprachblasen zugänglich sein, die erscheinen, wenn man in der deutschen Version mit der Maus über eine gewünschte Befehlsschaltfläche fährt. Die neue Version von Office 2007 Rumantsch wird sich also sozusagen zweisprachig (deutsch-romanisch) präsentieren, und der tatsächlichen Sprachsituation und den Bedürfnissen der romanischen AnwenderInnen noch mehr entsprechen. Die Lia Rumantscha freut sich auch auf diese neue Herausforderung und auf eine erneut gute Zusammenarbeit mit Microsoft.

Anna-Alice Dazzi
Projektleiterin Office Rumantsch
bei der Lia Rumantscha

 

Jugendarbeit setzt neue Akzente

„Tag der offenen Tür“
Am Samstag, 21. Juni 2008, war unser Jugendtreff von 10.00 h bis 14.00 Uhr für die Bevölkerung geöffnet. Das Interesse war recht gross. Josef Leo Schuler, Soziokultureller Animator Für einmal waren Alt und Jung gemeinsam im Jugendraum.  Es war spannend zu erleben wie die Jugendlichen ihren Eltern die Spiele und die Computerinstallationen erklärten. Der Skateverein präsentierte sein Modell der geplanten Skateanlage für Hitzkirch und verschaffte sich so zusätzliche Unterstützung. Die Jugendlichen der Mixgruppe gaben ihre Drinks zum Besten. Alle Besucherinnen und Besucher erhielten gratis Kaffee oder einen Cocktail von der „MixBar“ und Gipfeli. Dabei ergaben sich mehrere Gespräche über die WettbewerbspreiseBegleitung von Jugendlichen. Die grosse Attraktion war natürlich unser Wettbewerb mit den vielen schönen Preisen.

„Projekt Medienraum“
Dieser Tag bot uns die Gelegenheit, unser Projekt „Medienraum“ der Bevölkerung zugänglich zu machen und eine der wichtigsten Freizeitbeschäftigungen von Jugendlichen etwas zu enttabuisieren. Seit rund drei Jahren beschäftigen wir uns mit Fragen rund um das Internet und den Umgang mit dem PC, denn im Chat und in den Onlinegames kann es zu gefährlichen Bekanntschaften kommen. Wir organisierten Unterrichtseinheiten an der Volksschule und machten Informationsabende für Eltern. In der Auseinandersetzung mit an der Technik und am Spiel faszinierten Jugendlichen haben wir unser Angebot laufend erweitert, uns aber auch mit Themen der Prävention und Jugendschutz auseinandergesetzt. Im neu gestalteten Medienraum stehen heute elf Computer für das Spielen, Recherchieren und das konzentrierte Arbeiten. Im Jugendraum wo auch ein Billiardtisch und zwei Tischfussballkästen stehen, sind vier weitere PC’s zur Jugendtreff Hitzkirchallgemeinen Nutzung installiert. Unsere Computer wurden in eigener Regie zusammengebaut und aufgesetzt. Die Firma „Microsoft“ hat uns im April die Software gesponsert sowie das Serverprogramm und die neuen Vista Business Versionen. Seit Februar dieses Jahres verfügen wir über einen leistungsstarken Internetzugang, dem „DSL Max“. So macht Surfen im Internet Spaß.

„Neue Akzente“
Nun setzen wir auch punkto „Jugendschutz“ Akzente. Eine WebBlock Software regelt den Zugang zu problematischen Seiten. So können auch mehrere Jugendliche gleichzeitig im Internet herum schwirren ohne ständigen Attacken von ungewollten Inhalten ausgesetzt zu sein. Dank diesen Installationen sind fast ständig Jugendliche im Jugendraum anzutreffen. Wir konnten die Öffnungszeiten im letzten Jahr ausweiten, unser AngebMedienraum Jugendtreff Hitzkirchot ist für die Jugendlichen gratis. Die allgemeine Stimmung unter den Jugendlichen hat sich im Verlauf der Jahre ständig verbessert. Der Jugendraum ist wieder zu dem geworden was er früher war, zu einem Treffpunkt der Jugendlichen der Region. Gefragt sind bei unseren Jugendlichen LAN-fähige Onlinespiele. Dabei wird gemeinsam in Allianzen gegen einen virtuellen Gegner oder direkt gegeneinander gespielt. Unsere Spieler sind untereinander sozial und hilfsbereit. Sie entsprechen in keiner Weise den herkömmlichen Bilder, welche die öffentliche Meinung gegenüber Computerfanatikern hat. Neue Jugendliche werden durch erfahrene Jugendliche im Umgang mit der Infrastruktur und der Software, in Einführungskursen, geschult. Dabei ist uns auch der Jugendschutz ein wichtiges Anliegen. Fair ist es, wenn die älteren Jugendlichen bei Anwesenheit jüngerer aus Rücksicht keine Spiele spielen, welche in eine höhere Alterskategorie gehören.

„Umgang lernen“
Unsere Besucherinnen und Besucher lernen sehr schnell. Dabei profitieren sie von der Erfahrung anderer und von den vielen Diskussionen untereinaMedienraum Jugendtreff Hitzkirchnder. Wichtig dabei ist, über die Möglichkeiten und Grenzen der Medien und über die moralischen Haltungen unter den Jugendlichen zu diskutieren. Nicht alles was Spass bereitet ist auch gut und erlaubt. Die Begleitung der Jugendlichen setzt viel Interesse, Sympathie und die Bereitschaft zum Lernen voraus. Die Jugendlichen wollen Grenzerfahrungen machen, sie wollen damit niemanden schädigen. Die Aufgabe der Begleitung ist es, sie immer wieder auf den Boden der Realität herunterzuholen. Seit einiger Zeit können wir auch Anwenderkurse in diversen Programmen organisieren und erreichen so unter unseren Nutzern einen vernünftigeren, zielgerichteteren Umgang mit den Medien. Unter den Jugendlichen haben sich auch Spezialisten herausgebildet, welche Internetseiten programmieren, Netzwerke einrichten oder Installationen fachgerecht ausführen. Die Gruppe ermöglicht das individuelle Lernen und bietet auch den nötigen Schutz.Natürlich ist es mit Anlässen, wie der „Tag der offenen Tür“ noch nicht getan. Noch viel Aufklärungsarbeit ist erforderlich um, trotz den offensichtlichen Gefahren des Internets, einen vernünftigen Umgang damit zu lernen. Die Volksschulen hat nur beschränkte Möglichkeiten in der Weiterbildung und Aufklärung Jugendlicher. Da liegt es nahe, dass die Jugendarbeit, welche sich traditionellerweise in der Freizeit der Jugendlichen engagiert, in diesem Bereich mehr investieren muss.

Josef Leo Schuler
Jugendanimator der Gemeinden im Hitzkirchertal

28.07.2008

Microsoft Global Exchange in Atlanta – inspirieren und motivieren

Der Jet-Lag ist noch nicht ganz verflogen seit meiner gestrigen Rückkehr vom Microsoft Global Claudia Balocco Education Program ManagerExchange (MGX) in Atlanta / USA. Dieses weltweite Treffen findet jedes Jahr Anfang unseres Finanzjahres im Juli statt und wird von rund 12'000 Mitarbeitenden (von total 90'000) besucht, vornehmlich solchen mit Kundenkontakt. Ziel ist es, uns für das neue Finanzjahr auf den neuesten Stand zu bringen bezüglich Ausrichtung, Vision MXG Atlantaund Strategie; der Produkte und Technologien inklusive aktueller Entwicklungen. Ein ganz wichtiger Aspekt ist aber auch das Motivieren, ebenso wie das Feiern von grossen und kleinen Erfolgen.

Danke sagen und Anerkennung geben ist etwas, was in unserer Firma institutionell verankert ist und auch gerne und grosszügig praktiziert wird. Ich empfinde das als grosse Stärke von Microsoft. Eine derartige Konferenz ist aber nochmals eine besondere Art des Dankesagens. Die ersten anderthalb Stunden des ersten Konferenztages, an dem alle 12'000 Teilnehmenden in einem Stadion vereint waren, wurden mit der Ehrung von Mitarbeitenden (und Teams) verbracht, die etwas Besonderes geleistet hatten. Dieser Erfolg war manchmal der Abschluss eines besonders grossen oder wichtigen Vertrages, oftmals aber einfach dass ein Mensch sich besonders ins Zeug gelegt hatte und besonders gut auf die Wünsche seines Kunden gehört oder mit anderen zusammen gearbeitet hatte. Mit vielen grossen und kleinen Beispielen, die über die Tage eingestreut wurden, wird so das Schaffen unserer Firma lebendig und erhält man Einblick in andere Welten. Auch der Schweizer Account Manager für die Öffentliche Hand, Hans-Jürg Lüthi, gehört zu den "Circle of Excellence Award" Gewinnern, wozu wir ihm natürlich kräftig gratulieren.Hansjürg Lüthi & Steve Ballmer

Das diesjährige MGX war das erste Post-Bill-Gates und entsprechend hoch waren die Erwartungen an Bills Nachfolger, Craig Mundie und Ray Ozzie. Die Präsentationen und Demos darüber, was die Zukunft bringen wird, waren natürlich ein Highlight des MGX. Viel darf ich Ihnen nicht verraten über das, was in der Pipeline steckt, aber ich kann Ihnen sagen: Strategie und Vision sind kristallklar, und was Sie in einigen Monaten und Jahren von uns sehen werden, wird Sie überzeugen, dass es richtig ist auf Microsoft zu setzen. Der Einblick reichte von Diensten und Produkten die in den nächsten Monaten angekündigt werden bis zurück in die Forschungslabors von Microsoft Research, wo in 7 Zentren weltweit jährlich für eindrückliche 7 Milliarden Dollar Zukunftsforschung betrieben wird. Es wurde gezeigt, wie Microsoft etwa mittels Hochleistungscomputern einen Beitrag zur Aidsforschung leistet oder auf welche Art Robotik und Automation unser Leben bald von bestimmten Arbeiten entlasten können. MGX 2008

Eindrücklich sind - neben dem Feiern der Stärken und Erfolge - der Wille und die Fähigkeit zur Selbstkritik. In mancher Rede, manchem Rückblick wurde auch festgestellt: "we could have done better". Dies war gepaart mit einer sehr erfrischenden und unterhaltenden Selbstironie. Kurze Videos persiflierten Personen auf spassige und persönliche Art - Steve Ballmer beim "Guitar Hero" spielen oder Kevin Turner als "Indiana Turner".

Jedes Jahr nutzt das Management die Gelegenheit, noch einmal die Vision von Microsoft ins Leben zu rufen (nämlich Ihnen mittels Technologie die Mittel in die Hand zu geben, Ihr Potenzial auszuschöpfen), und diese auch lebendig werden zu lassen. Strategisch-taktische Fragen werden angesprochen, und Vision, Strategie und die Technologien fügen sich zusammen, ergeben ein Gesamtbild, das uns allen hilft und uns motiviert, in unserer täglichen Arbeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, Auskünfte zu geben und voller Elan und Motivation unsere tägliche Arbeit anzugehen.

MGX 2008Anderthalb Tage sind dann hunderten von kleinen und mittelgrossen Workshops gewidmet, die rollenspezifisch, geographisch oder thematisch gegliederte Fragen von Relevanz aufgreifen und uns alle in  unserem konkreten Job unterstützen sollen. Und den grossen Abschluss bildete eine Party im Six Flags Vergnügungspark in Atlanta, den Microsoft für den Abend gemietet hatte. Dieser Park bietet allerlei verrückte Achterbahnen und andere Attraktionen. Den Höhepunkt bildete aber sicherlich das Live-Konzert von p!nk.

 

Besuch von der Computeria Wallisellen: ein Austausch zwischen Zeitreisenden

Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben den 24. Juni 2008. Die Zeitreise in die Zukunft kann beginnen. Doch statt der Enterprise Crew in futuristisch anmutenden Outfits wartet eine Gruppe neugieriger und gut gelaunter Senioren im EBarbara Josef, PR Lead Microsoft Schweizmpfangsbereich. bereit für das Erkunden ferner Galaxien oder konkreter: der Arbeitswelt der Zukunft. Gemeinsam begeben wir uns mit unseren Gästen ins Solution & Innovation Center.  

Ein paar Worte zu unseren Gästen: Die Computeria Wallisellen ist ein Treffpunkt für Seniorinnen und Senioren, die gemeinsam fit bleiben wollen im Umgang mit dem Computer. Bei regelmässigen Treffen tauschen sie Erfahrungen aus, helfen sich gegenseitig bei der Beseitigung von Problemen und probieren neue Anwendung und Geräte aus. Es gibt in der Schweiz mehr als 30 solcher lokalen Netzwerke. Die Computeria Wallisellen hat natürlich mit dem Hauptsitz von Microsoft Schweiz in der unmittelbaren Nachbarschaft fast schon wenig eine Verpflichtung, am Ball der technologischen Entwicklungen zu bleiben.

 Microsoft Solution  Innovation Center Zurück ins Raumschiff Enterprise: Nach einem Kaffe und kurzem ungezwungener Vorstellungsrunde kann die Zeitreise losgehen. Der Raum wird dunkel, hier ein letzes Husten, Zurechtrücken des Stuhls und dann ist es ganz still. Bis der Sprecher die Stille bricht und die Animationen über die drei Grossbildschirme laufen. Gespannt folgen unsere Gäste der Vorstellung. Als es darum geht, ein virtuelles Meeting selber zu erleben, schlüpfen einige von ihnen sofort in die Rolle des Anwalts oder des Geschäftsführers. Die Stimmung ist heiter. „Trau keinem Anwalt, Ruedi“ und „Typisch, der Herr Geschäftsführer gönnt sich wieder mal ein Gläschen, während wir arbeiten“. Schön zu sehen, wenn sich eine Gruppe auf das Rollenspiel einlässt und erst noch mit einer gesunden Prise Humor. Als die Vorstellung beendet ist, bleibt uns noch kurz Zeit für die Diskussion. Viel zu kurz, wie sich herausstellt. Unsere Gäste – ganz offensichtlich angeregt durch die Präsentation dieses Zukunftsscenarios – haben jede Menge kritische Fragen und Anmerkungen. „Wird man da nicht komplett „verruckt“ wenn ständig etwas blinkt, piepst und wenn man immer und überall erreichbar ist?“ „Ich will gar nicht, dass eine Maschine für mich denkt – so wird man ja ganz abhängig“. „Warum soll man denn ständig etwas Neues lernen müssen – so lange das Alte gut funktioniert, sehe ich keinen Grund zu wechseln“. Am stärksten scheiden sich die Geister bei der Frage, ob denn nun alles einfacher wird („plug and play“) oder viel komplizierter. Ich persönlich bin mit der Diskussion fast etwas überfordert. Vor mir sind lauter Persönlichkeiten, die in ihrem Berufsleben viel geleistet haben und genauso erfolgreich waren ohne die heutigen Technologien. Und jetzt will ich ihnen weiss machen, dass sie eigentlich heute schon von gestern sind und dass in Zukunft so richtig die Post abgeht. Oder wohl eher Unified Communications. Und dass alles natürlich gaaaaanz einfach ist – für jedermann und -frau.

Ein Herr zu meiner Linken kommt mir unerwartet rettend zur Hilfe: „Schaut euch doch mal unsere Enkel an – die sind da viel fitter als wir. Die wachsen damit auf. Die probieren einfach aus und dann klappt das. Was wir soeben gesehen haben, ist auch nicht für uns. Das ist für unsere Enkel und Urenkel. Und die werden das ganz normal finden“. Damit schlägt die Stimmung plötzlich um. Es ist fast eine gewisse Erleichterung zu spüren dank der Einsicht, dass man ja schliesslich auch nicht mehr alles mitmachen muss. Mit einem Schmunzeln kommt mir meine kleine Nichte Joelle in den Sinn. Erst kürzlich erzählte sie mir, dass sie sich einen Fotoapparat wünscht. Als ich sie fragte, ob sie denn schon einen gesehen hätte im Laden, sagte sie: „Nein wir kaufen ihn im Internet“. Nicht schlecht für eine Dreijährige. Aus lauter Neugierde fragte ich sie: „Wo ist denn das Internet“. Nach kurzem Zögern erklärte sie mir geduldig: „Weisch, s’Internet isch überall“. Ich staunte nicht schlecht – da bekomme ich aus einem Kindermund die modernste Theorie des „Cloud Computing“ serviert. Faszinierend.

Als ich abends nach Hause fahre, bin ich in Gedanken immer noch bei der Diskussion mit unseren Besuchern. Doch während wir die  interessierten Senioren in die Zukunft katapultiert haben, geht meine Reise in die andere Richtung los: In die Vergangenheit. War früher wirklich alles viel langsamer und umständlicher? Oder vielleicht sogar viel effizienter, weil die Hürde, einen richtigen Brief zu schreiben oder zum Telefonhörer zu greifen, höher war als heute, wo man einfach den „send“ Knopf drückt oder schnell etwas per Messenger mitteilt? Wie konnte man sich ohne Handy unterwegs abstimmen bei dringenden Fällen? Vielleicht musste man halt bei allem länger warten. Falsch! Da kommt mir das Beispiel meines Grossvaters, der Tierarzt war, in den Sinn. Er notierte meiner Grossmutter jeweils am Morgen die geplante Route und so konnte meine Grossmutter immer ungefähr abschätzen, bei welchem Bauernhof sie ihn dann bei Notfällen telefonisch erreichen konnte. Damit verstand ich auch die Skepsis unserer Besucher besser – ihnen hat damals nichts gefehlt und wir machen ihnen Lösungen schmackhaft, für Bedürfnisse, die sie gar nicht haben. Das wiederum würde aber heissen, dass wir mit jeder neuen technologischen Entwicklung ganze Generationen abhängen. Auch falsch! Der Verein Computeria ist das beste Beispiel dafür, dass unsere heutigen Senioren die Integration ganz bewusst suchen und alles andere als stehen bleiben. Ihr MottWalter Wehrleo „gemeinsam statt einsam“ zeigt auch sehr schön, dass gerade neue Technologien verbindend wirken können. Voraussetzung dafür sind Neugierde, Respekt und Toleranz. Und zwar von beiden Seiten.

Als ich spätabends fast am Ende meiner Zeilen bin, bekomme ich ein Email von Walter Wehrle. Der Journalist, der heute mit uns im Innovation Center war. Selber auch schon über 80. Der Artikel (absolut lesenswert!) für den Walliseller Anzeiger ist bereits fertig geschrieben. Ich lese ihn sofort durch und staune, über die Ideenvielfalt und phantasievolle Darstellung des Erlebten. Und das Ganze in kürzester Zeit! Ein amüsanter Mailaustausch beginnt. Ich will Walter überreden, mit mir diesen Blogeintrag zu schreiben, in der Annahme, dass er vielleicht gar nicht weiss, was ein Blog ist. Weitgefehlt, Walter arbeitet selbst schon an einem Blogprojekt. Ich komme nicht aus dem Staunen heraus, mit welcher Leichtigkeit mir Walter Texte, Bilder und Eingescanntes schickt. Fazit: ich war angetreten, um einer Gruppe Senioren die neuesten technologischen Entwicklungen vorzustellen. Und ich kam zurück, mit einem völlig neuen Bild und Verständnis der heutigen Senioren. Für die erfolgreiche Integration von Generationen braucht es immer zwei Seiten. Die Computeria Wallisellen hat diesen Schritt schon lange gemacht. Nun liegt der Ball bei uns.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Technologie und organisatorische Struktur macht’s möglich!

Vor meiner Schwangerschaft war für mich eine Teilzeit-Karriere schwer vorstellbar. Ich bin bei Microsoft im Marketing tätig. Das Tempo bei Microsoft ist hoch. Die Halbwertszeit von modernen Technologien sehr kurz, die Themen vielschichtig und vernetzt. Kurzum: Meine Arbeit bei Microsoft hat einen sehr hohen Integrationscharakter. Sollte es möglich sein, meine berufliche Tätigkeit weitPia Luder BDM Audience Marketing Manager Microsoft Schweizer zu verfolgen, wenn ich Mutter werde? Hätte ich angesichts der Rahmenbedingungen eine Chance, meine Karriere und Lust am Job wie bisher weiterzupflegen? Meine Befürchtung, im Beruf und Zuhause jeweils nicht zu genügen, die Zeitpläne und Prioritäten nicht aufeinander abstimmen zu können, war gross.   

Erlebt habe ich die Zeit dann aber  ganz anders: Bereits während der Schwangerschaft war ich überrascht, wie mein Manager mit Möglichkeiten auf mich zukam und mir meine bisherige Position in einem Teilzeitmodell anbot. Mit einer Selbstverständlichkeit zeigte er auf, wie wir die Organisation und Kommunikation zukünftig aufgestellt sein müssten, damit es funktioniert.

Die technologischen Werkzeuge waren bereits eingeführt und voll im Einsatz. Unsere Arbeitsmethode entsprach dem arbeitsplatzunabhängigen Konzept und wurde mit den neusten Kommunikationshilfsmitteln unterstützt.

Nun hört es sich an, wie wenn ich mir unnötig Sorgen gemacht hätte – alles stand ja schon bereit. Irrtum: Auch bei Microsoft brauchte es für ein funktionierendes Jobsharing Modell ein Umdenken von Manager und Team. Wir hatten uns auf ein 60 % Jobsharing Modell geeinigt, wobei meine „zweite Hälfte“  neu gefunden werden musste. Das liess sich überaus glücklich lösen; einer weiteren Microsoft-Mutter konnte ein verantwortungsvoller Job mit reduziertem Pensum angeboten werden.

Die Knacknuss liegt aber anderswo: Es ist die Art und Weise des Selbstmanagements, welche den Erfolg in unserem Modell ausmacht. Unsere Arbeitsmittel und Infrastruktur, wie auch unsere Team-Zusammenarbeit ermöglichen mir, von überall aus auf alle Daten und Informationen zuzugreifen. So bleibe ich in meinem Team jederzeit integriert. Ich bleibe „trotz“ 60% Pensum, 100% erreichbar und informiert - wenn ich dies möchte. Ich habe die Gelegenheit, jederzeit meine E-mails auf dem Handy zu erhalten und bei Bedarf sofort zu reagieren, um allfällige Richtungskorrekturen oder zeitkritische Entscheide zu fällen. Mein Projektteam nimmt mich zu 100% wahr. Dies ein wichtiger Erfolgsfaktor, um eine verantwortungsvolle Position in einem Unternehmen wahrnehmen zu können - ohne als „Bremsklotz“ zu wirken. Es ist für mich wichtig, dass ich gewisse Arbeiten jederzeit - auch am Abend - von zuhause erledigen kann. Ich habe stets Zugang zu sämtlichen Tools und Informationen. Ich kann über meine Agenda verfügen, virtuelle Teams optimal und projektgesteuert planen und mich auch von ausserhalb des Büros voll integrieren. So kann im mein Pensum erfüllen und mich nach Erledigungen der Aufgaben gut und zufrieden fühlen.

Eine ganz neue Komponente, welche ich als sehr bereichernd empfinde und früher nicht erkannte, ist meine neu gewonnene Quality Time. Dadurch, dass ich nicht mehr jeden Tag den ganzen Tag vor dem PC oder in Sitzungen verbringe, bin ich auf neue Energiequellen gestossen; die Think Time. Als ich noch Vollzeit gearbeitet habe, wurde oft die Zeit des aktiven Nachdenkens vernachlässigt. Die Tage mit meinem Sohn sind nun komplett anders und entführen mich in die Welt außerhalb des Glashauses. Während meinen freien Arbeitstagen, welche ich mit meiner Familie geniesse und ganz andere Sachen mache, habe ich immer wieder Geistesblitze, neue Ideen und Gedanken welche ich in Ruhe einbringen kann.  Komplexe Themen gehe ich frischer und mit mehr Abstand an. Ich würde fast behaupten, dass ich dank dem 60%-Modell innovativer, produktiver, gezielter geworden bin.

Eine Karriere als Mutter ist grossartig, wenn der Takt zu einem grossen Teil selber gestaltet werden kann. Ich habe durch das flexible Arbeitsmodell und das tolle Team Lebensqualität erhalten. Wir leben gemeinsam die „neue Welt des Arbeitens“! Bei mir funktioniert es. Entstanden ist ein Win-Win: Die gewonnene Produktivität und Energie fliessen 1:1 wieder zum Arbeitgeber zurück und kommen gleichzeitig meiner Familie zugute

Pia Uthmann, seit 2001 bei Microsoft, seit 2006 im Marketing verantwortlich für Geschäftsentscheider, verheiratet und seit 2007 glückliche Mutter mit einem Sohn – und mit einem 60% Pensum bei Microsoft.

„Willing, Enabling, Success… Peformance Studie

Sommerzeit, Ferienzeit, Reisezeit – Auch für Ihre elektronischen Daten?

Die ersten echten Vorboten des Sommers haben uns bereits erreicht, die EURO 08 ist bald vorbei, was bleibt ist viel Lust – und hoffentlich auch Zeit -auf Ferien und Reisen! Aber der moderne Mensch reist ja heute mit Digitalkamera, Mediaplayer, Smartphones und Notebook in die Ferien – nicht um zu arbeiten, nein, aber um die digitalen Bilder zu speichern, Daten abrufen zu können, Internet allzeit zu Verfügung zu haben und vieles mehr. Nicht selten sind die mitgenommenen Geräte  Geschäftsnotebooks und Telefone. Haben Sie die Erlaubnis des Arbeitgebers? Im Falle von Verlust, Diebstahl kann das schwerwiegende Konsequenzen, sogar rechtliche Schritte gegen den Mitarbeiter oder gegen die Firma nach sich ziehen. Bei der Einreise in gewisse Länder kann auch der Grenzschutz verlangen, dass Sie alle Daten offenlegen, bzw. die Festplatten dürfen kopiert und untersucht werden. Das Mitführen von elektronischen Geräten wie Notebooks oder Smartphones sollte also überlegt und geplant sein. Urs P. Küderli

Vor Abreise sollten zumindest die folgenden Schritte befolgt werden:

  • Sichern der Systeme und Daten (Backup)
  • Aktualisieren der Software, des Antivirenschutzes
  • Firewall (installieren) und aktivieren
  • Entfernen aller persönlichen und geschäftlichen vertraulichen Informationen
  • Harddiskverschlüsselungssoftware (wie Bitlocker von Windows Vista), die im Falle eines Verlusts oder Diebstahls Dritten keinen Zugriff auf die Daten und Inhalte gewährt.
  • Passwörter, PINs oder Sicherheitstoken NICHT im Gepäck, bzw. getrennt von den elektronischen Geräten aufbewahren

Zusätzlich empfiehlt es sich auch ein Schliesssystem (wie zum Beispiel die bekannten Kensington Locks) anzuschaffen, so kann ein Gerät auch im Hotelzimmer gesichert werden.

Vorsicht gilt es auch für diejenigen die kein Notebook mit in die Ferien nehmen, aber in der Feriendestination in Internet Cafés auf Ihre Daten und Mails zugreifen wollen, denn häufig sind solche PCs verseucht oder absichtlich mit Malware (Passwortlogger, Datenkopierer, etc.) versehen. Empfohlen ist über öffentliche PCs keine vertraulichen Informationen (Bankdaten, -zugänge, Passwörter, etc.) abzurufen, bzw. zu übermitteln. Ebenfalls würde ich Raten, nach den Ferien die Passwörter für benutze Systeme oder Dienste zu ändern.

Die Zeiten, als Handys lediglich fürs Telefonieren benutzt wurden, gehören der Vergangenheit an. Umfassende Funktionen wie integrierte Kamera, Terminkalender, Spiele, SMS- und MMS-Funktionen, Infrarot- und Bluetooth-Unterstützung oder die Möglichkeit des Surfens im Internet, verwandeln Mobiltelefone in kleine multifunktionale Geräte. Personal Digital Assistants (PDAs) verfügen zumeist ebenfalls über eine Bluetooth-Funktion, welche unterwegs immer deaktiviert sein sollte, das Gerät aber mindestens auf „unsichtbar“ gestellt sein sollte. Überprüfen Sie allerdings einmal welche Informationen auf Ihren Geräten gespeichert sind? Adressen (Kunden), Mails, Dokumente, Fotos, etc. Entsprechend gelten auch viele der Regeln für Computer auch für die Telefone.

Zusätzliche Informationen finden Sie auch unter folgendem Link.

Ich wünsche allen wunderschöne und erholsame Ferien, gute Reise und natürlich Ferien ohne Cyber-Ärger!
Urs P. Küderli, Chief Security Advisor

 

Die Softwareindustrie im Spannungsfeld von Innovation und Nachhaltigkeit

 

Vielfach herrscht beim Thema Technologie und Umweltschutz die Meinung, dass technologischer Fortschritt eine Bedrohung für die nachhaltige Entwicklung ist. Diese Sichtweise ist allerdings viel zu eindimensional. Technologie stellt ebenso eine ChaMarc Holitscher, CSI Lead Microsoft Schweiznce wie eine Herausforderung für eine nachhaltige Entwicklung dar. Ausserdem sind ohne technologische Innovation die komplexen Umweltprobleme des 21. Jahrhunderts nicht zu bewältigen.

In der Diskussion um den Einfluss technologisc her Produkte auf den Umweltschutz war die Kommunikations- und Informationsindustrie ein bislang weitgehend vernachlässigtes Themenfeld. Ausnahme ist der Hardwarebereich, der in jüngster Zeit starker staatlicher Umweltregulierung ausgesetzt ist, so zum Beispiel was die Entsorgung und das Recycling elektrischer und elektronischer Altgeräte anbelangt.

In der Folge haben die Global Players nachhaltigkeitsorientierte Strategien in die Produktion, Nutzung und Entsorgung ihrer Hardware integriert. Sie kontrollieren dadurch ihre Betriebs- und Marktrisiken und optimieren nicht nur ihre betriebliche Effizienz, sondern beugen Bussgeldern vor, sparen Verwaltungskosten ein und werten ihren Marktwert auf.

Die Softwareindustrie hinkt dieser Entwicklung etwas nach, ist sie betreffend Umweltperformance bis anhin doch weit weniger in den Fokus staatlicher Regulierung und öffentlicher Anspruchsgruppen geraten. Dies unter die Annahme, dass Software keine unmittelbare Auswirkung auf die Umwelt hat.

Nichts zu tun mit Umweltschutz hat Software nur auf den ersten Blick. Im Gegenteil: Softwareunternehmen sind mächtige Innovationsmotoren. Sie leisten mit ihrer Innovationsleistung einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Kraft, die es für die nachhaltige Entwicklung braucht. Auch stellen sie seit langem einen Teil ihres Gewinns für Projekte zur nachhaltigen Entwicklung bereit.

Selbstverständlich gibt es auch eine gegen Innen gewandte Perspektive. Diese betrachtet stärker die sozialen und ökologischen Belastungen, die durch die Softwareindustrie selbst hervorgerufen werden, beispielsweise durch die Produktion oder den Transport der Trägermedien auf denen der Softwarecode verteilt wird. Doch auch in dieser Beziehung verändert sich einiges, wie die Aktivitäten von verschiedenen Softwarefirmen wie etwa SAP, IBM oder eben auch Microsoft beweisen.

Software bietet damit eine unmittelbare Chance für die nachhaltige Entwicklung. Sie stellt zum Beispiel die Möglichkeit zur Dematerialisierung (zum Beispiel Papierlosigkeit oder Gestaltung von materialsparsamen Produkten) und zur Substitution von energieintensiven Handlungen (zum Beispiel durch Reduktion unnötiger Reisetätigkeit durch Videoconferencing). Weitere Potentiale spiegeln sich schliesslich auch in der Möglichkeit wieder, neue und innovative Geschäftsmodelle im Umweltbereich zu ermöglichen oder Umweltschäden systematisch zu beobachten.

So ist gerade der Klimaschutz ohne Innovation im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie überhaupt nicht denkbar. Um dieses Potential zu nutzen muss sowohl der Blick auf die nachhaltige Gestaltung sowohl von Software selbst wie aber auch die konkrete Umsetzung von softwarebasierten Prozessen integraler Bestandteil unseres künftigen Denkens werden.

Internet-Angriffe auf Estland: Was hat das Ereignis mit der Schweiz und Microsoft zu tun?


Ruedi_Rytz
 

Eine Vorahnung, welche Herausforderungen auf moderne Informationsgesellschaften zukommen könnte, gaben vor Jahresfrist die über das Internet ausgeführten Angriffe auf Estland. Die Angriffe standen in Zusammenhang mit der geplanten Versetzung eines russischen Kriegsdenkmals. Als Urheber wurden russische Nationalisten vermutet. Die tatsächliche Herkunft der Angriffe wird aber wohl nie exakt ermittelt werden können.

Sicher ist, dass als Folge der Angriffe verschiedene estnische Internetbanken über Tage blockiert waren. Der Umsatzeinbruch und damit der finanzielle Schaden folgten auf der Hand. Ebenso standen die gut ausgebauten E-Government-Dienstleistungen zeitweise nicht zur Verfügung. Für die Bevölkerung wurde es zunehmend schwierig, sich über Internet-Massenmedien zu informieren und auch die Internet-Kommunikation mit dem Ausland riss teilweise ab.

Das Beispiel zeigt, dass Angriffe auf Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen eines Landes durchaus dazu geeignet sind, der Wirtschaft Schaden zuzufügen und Druck auf Regierungen auszuüben.

Die Schweiz als führender Wirtschaftsstandort hat im Falle einer grösseren Störung in der Informationsinfrastruktur viel zu verlieren: Mehrmals hat der Bundesrat seinen Willen bekundet, die Informations- und Kommunikationsinfrastrukturen unseres Landes vor Missbrauch, Ausfällen und Angriffen zu schützen, so etwa mit der Gründung des Bereichs ICT-I im Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung [www.bwl.admin.ch] im Jahr 2000, der Schaffung der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität KOBIK (2001) [www.cybercrime.ch] sowie mit dem Aufbau der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI (2003) [www.melani.admin.ch]. Alle diese Stellen haben eines gemeinsam: Sie sind auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Bevölkerung und Staat ausgerichtet. Denn es ist nicht der Staat, der das Internet oder eBanking betreibt – dafür ist die Wirtschaft verantwortlich und das ist gut so. Andererseits ist der Staat als Anbieter des Kollektivguts Sicherheit gefordert. Er muss Bedrohungen erkennen und entsprechend vorausschauend handeln. Ziel muss es sein, ein „System“ aufzubauen, so dass Netz- und Systemunterbrechungen selten, von kurzer Dauer, lokal begrenzt und von geringem Schadensausmass sind. Viele Firmen aus den wichtigen Sektoren (Finanz, Telekommunikation, Energieversorgung, usw.) arbeiten mit  Behördenvertretern gemeinsam an der Erreichung obgenannter Ziele. Die Partnerschaft beruht auf ge-genseitigem Vertrauen und ist von der Einsicht geprägt, dass man gemeinsam stärker ist. Unter guten Freunden muss es andererseits aber auch möglich sein, „Nein“ zu sagen und zu wissen, wo die Grenzen der Zusammenarbeit liegen. In diesem Sinn habe ich sowohl als Leiter der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI wie in meiner neuen Funktion im Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung stets gut mit Microsoft zusammengearbeitet. Ich hoffe und bin zuversichtlich, dass dem so bleiben und damit die Informations- und Kommunikationstechnologien, das Internet eingeschlossen, ein Stückchen sicherer wird.

 
Ruedi Rytz
Leiter der Geschäftsstellen Infrastrukturbereiche 
Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung

 

Wer ist Microsoft Schweiz? Und was ist bei Microsoft grün ausser einem Quadrant des Office-Logos?

Bericht von meinem Praktikum.Regula Kramer Internal Organizational Innovation & Sustainability

Seit zweieinhalb Monaten bin ich Praktikantin bei Microsoft Schweiz. Mein Bereich heisst Organizational Innovation (= etwas machen, das das Unternehmen als Gesamtes weiter bringt) and Sustainability (= dafür sorgen, dass Microsoft Schweiz in Sachen Umwelt und Sozialem seine Hausaufgaben macht). Hier mein Erfahrungsbericht.

Ich habe mich während meinem Studium bei oikos, der Studierendenorganisation für Nachhaltigkeit in Wirtschaft und Management, engagiert. Und so freute ich mich sehr darauf, mein Wissen und Idealismus in der Praxis zu testen. Und zwar nicht bei einer NGO, sondern gerade beim amerikanischen Softwarehaus Microsoft. (Dass Microsoft Schweiz ein recht selbständiges KMU ist, war mir nicht bewusst.) Ich kannte Microsoft hauptsächlich aus den Medien. Von den Produkten war mir nur Microsoft Office ein Begriff – die Autokorrektur-Funktion von Microsoft Word hat mich  schon x-mal recht irritiert (ob es an mir oder am Programm lag, wollen wir hier nicht näher ergründen…  )

Mein  entsprechend geprägtes Bild von Microsoft (ferner, machtvoller Software-Konzern) wurde schon am ersten Tag auf den Kopf gestellt: Die offene Atmosphäre, all die netten und sehr engagierten Mitarbeiter, aber auch der  unkomplizierte, direkte Kommunikationsstil untereinander  haben mich beeindruckt. Die Mitarbeiter geben alles fürs Unternehmen. Gleichzeitig bewahren sie eine konstruktive, kritische Haltung - auch den eigenen Produkten und Prozessen gegenüber. Genau dies ermöglicht Microsoft Schweiz, sich stets weiter zu entwickeln.
Und meine Angst, bei einer amerikanischen Firma mit unpersönlichen, endlos langen „Linien“ ist weg. Hier arbeite ich in einem Schweizer KMU, bei bester Betreuung in einem kleinen Team.

Nachdem ich das OK für die Praktikumstelle erhalten habe, habe ich mich sehr auf die Herausforderung gefreut (mein 1. Job!), aber insgeheim bei mir gedacht: Wissen die, was für eine kritische Person sie da eingestellt haben? Mit dem Anspruch, etwas bewegen zu können? Ich war unsicher, ob ich ins Unternehmen passen würde. Aber mein Argwohn war unbegründet. Die einzigartige Unternehmenskultur von Microsoft Schweiz erlaubt mir, mich voll einzubringen: Meine Ideen werden gehört und aufgenommen. Zu meinen Aufgaben gehört beispielsweise Erstellen von Webseiten-Strukturen oder Kommunikations-Texten. Bei der Analyse der Aktivitäten von Microsoft punkto Nachhaltigkeit kann ich mein Wissen in diesem Bereich anwenden. Und: Ich darf kritisch sein. Gerade, wenn es um Nachhaltigkeitsthemen geht, ist dies besonders zentral, denn nur so können wir sinnvolle und durchdachte Aktivitäten und Projekte durchführen - und glaubwürdig sein.

Mein Fazit: Arbeiten macht noch mehr Spass als Studieren.

Regula Kramer

Internal Organizational Innovation & Sustainability

View more entries
 
Thanks for visiting!
Updated 6/26/2008
Updated 8/15/2008